Wenn du dich schon einmal auf den einschlägigen Dampfer-Websites umgesehen hast oder mit Dampfern gesprochen hast, bist du höchstwahrscheinlich schon einmal über den Begriff „Sub-Ohm“ gestolpert. Natürlich willst du wissen, was das ist. Lies einfach weiter und finde es heraus!

Was ist Sub-Ohm-Dampfen?

Sub-Ohm-Dampfen ist, einfach ausgedrückt, wenn du beim Dampfen eine Wicklung benutzt, deren elektrischer Widerstand unter einem Ohm liegt. Der elektrische Widerstand der Wicklung hat einen enormen Einfluss auf dein Dampferlebnis. Im Grunde genommen ist der elektrische Widerstand eine Maßeinheit dafür, wie einfach es für den Strom ist, durch etwas hindurch zu fließen. Bei geringem Widerstand kann der Strom einfach fließen. Bei hohem Widerstand kann der Strom nicht so einfach fließen.

In einer elektronischen Zigarette wird Dampf dadurch produziert, dass sich die Wicklung erhitzt und dabei eine gewisse Menge des E-Liquids verdampft, welches sich in der Watte befindet. Umso mehr Strom du durch die Wicklung schicken kannst, desto mehr Dampf kannst du produzieren; mehr elektrischer Strom bedeutet, dass sich mehr Elektronen bewegen, dadurch wird mehr Hitze freigesetzt, was wiederum mehr Dampferzeugung bedeutet.

Es gibt zwei Arten, den Stromfluss zu erhöhen. Die eine ist es, höhere Spannung, also mehr Volt anzulegen – das ist aber keine perfekte Lösung. Ein voll geladener Akku gibt ungefähr 4,2 Volt Spannung ab, dieser Wert fällt auf ungefähr 3,2 Volt ab, während er sich entlädt. Die elektronischen Schaltkreise in deinem Akkuträger können die Spannung auf ungefähr 6 Volt anheben und verhindern, dass dieser Wert abfällt, während sich der Akku entlädt, doch es gibt Grenzen in Bezug darauf, wie weit du es auf die Spitze treiben kannst. Eine Option ist es, mehrere Akkus in Reihe zu schalten, was dann eine höhere Spannung ermöglicht; das resultiert dann aber auch in einem größeren und schwereren Akkuträger.

Die andere Option ist es, den elektrischen Widerstand der Wicklung zu senken. Wenn man bei gleichbleibender Spannung den Widerstand verringert, fließt mehr Strom. In der Tat war das die einzige Möglichkeit, um den Stromfluss zu erhöhen, bevor es die modernen, regulierbaren Akkuträger gab.

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Sollte ich das ausprobieren?

Das kommt darauf an, was du möchtest. Wie die meisten Dinge im Leben hat auch das Sub-Ohm-Dampfen seine Vor- und Nachteile. Hier eine kurze Übersicht:

Vorteile

  • Mehr Dampf. Wenn du auf große Mengen dichten Dampf stehst, ist Sub-Ohm-Dampfen für dich das Richtige. Du wirst eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber hochohmigen Geräten feststellen.
  • Besserer Geschmack. Beim Sub-Ohm-Dampfen entfaltet sich der volle Geschmack deines Liquids. Weil mehr Dampf entsteht, wird auch mehr Aroma mit verdampft, was zu einer stärkeren Geschmacksentwicklung führt.
  • Wärmerer Dampf. Eine Sub-Ohm-Wicklung erzeugt wärmeren Dampf, der von der Temperatur her dem Tabakrauch ähnlicher ist (allerdings ohne irgendetwas zu verbrennen).

Nachteile

  • Luftzug. Sub-Ohm-Dampfen funktioniert nur mit einem sehr offenen Luftzug. Wenn du eher einen festeren Luftzug bevorzugst, wie bei einer Zigarette, ist das Sub-Ohm-Dampfen wahrscheinlich eher nichts für dich.
  • Unauffälliges Dampfen. Magst du es, wenn dein Dampfgerät eher schlicht aussieht und du damit unauffällig in der Öffentlichkeit dampfen kannst? Das ist so ziemlich das Gegenteil vom Sub-Ohm-Dampfen. Allein die Menge an Dampf wird dich sofort verraten.
  • Verbrauch. Mit Sub-Ohm-Geräten wirst du deutlich mehr Liquid verbrauchen. Das ist der Preis für die großen Mengen Dampf.

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Wie fange ich damit an?

Um Sub-Ohm zu dampfen, brauchst du die richtigen Geräte. Die gute Nachricht ist, dass das benötigte Equipment heutzutage deutlich leichter zu finden ist als noch vor ein paar Jahren. Du kannst es so kompliziert machen, wie du willst, aber das ist eigentlich nicht mehr nötig. Das hier ist die Grundausstattung:

  • Ein Akkuträger. Mechanische Akkuträger waren einst der Standard zum Sub-Ohm-Dampfen, doch falls du nicht ganz genau weißt, was du tust, ist es besser wenn du die Finger davon lässt. Sieh‘ dich stattdessen lieber nach einem modernen, regelbaren Akkuträger um. Die meisten Modelle, die in den letzten Jahren hergestellt wurden, werden dir Einstellungen bis zu Bruchteilen eines Ohms erlauben – 0,2 Ohm sind mehr als genug.
  • Akkus. Sub-Ohm-Dampfen zieht viel Strom aus deinen Akkus, also tu‘ dir einen Gefallen und versuche hier nicht, möglichst billig wegzukommen. Investiere in Akkus von bewährten Markenherstellern wie Sony, Samsung oder Imren und achte darauf, dass sie für eine maximale Stromabgabe von mindestens 20 Ampere ausgelegt sind. Billige oder für schwächere Ströme ausgelegte Akkus könnten Fehlfunktionen verursachen.
  • Ein Verdampfer. Falls du neu beim Sub-Ohm-Dampfen bist, solltest du es am besten mit einem Tank versuchen, der für vorgefertigte, niederohmige Wicklungen ausgelegt ist. Inzwischen ist eine große Auswahl dieser Tanks erhältlich und sie sind sehr günstig. Ältere Tanks, darunter auch viele Selbstwickeltanks, sind eher weniger geeignet; Ihre Luftlöcher sind in der Regel zu klein, um genug Luft hinein zu lassen.
  • Wicklungen bzw. Coils. Die meisten Sub-Ohm-Tanks können mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Coils ausgestattet werden. Viele Geräte bieten auch die Möglichkeit, Coils mit Temperatursteuerung zu betreiben. Diese haben einen äußerst geringen Widerstand und du solltest sie niemals auf einem Akkuträger benutzen, der keinen TC-Modus bietet (Temperature Control = Temperatursteuerung).  Bleib‘ für den Anfang bei einem Standard-Coil (ohne TC).
  • E-Liquid. Für das Sub-Ohm-Dampfen ist ein Liquid mit einem höheren VG-Anteil besser geeignet. Sieh‘ dich nach einem Liquid mit mindestens 70% VG um. Du solltest auch eine geringere Nikotinstärke als gewöhnlich wählen, denn du wirst mehr Liquid verbrauchen. 6mg/ml sind ein guter Anhaltspunkt für den Start.

Wenn du gerade erst vom Rauchen zum Dampfen umgestiegen bist und dich noch an E-Zigaretten gewöhnen musst, ist Sub-Ohm-Dampfen eher weniger gut für dich geeignet. Sobald du aber einige Zeit gedampft hast, ist es definitiv einen Versuch wert. Es ist heute viel einfacher als noch vor einiger Zeit, da du dich nicht mehr mit mechanischen Akkuträgern und Selbstwickelverdampfern herum schlagen musst, und die zusätzliche Leistung macht einen großen Unterschied!